Verschlüsselung: Lücken bei der Nutzung von Partitionen

18 Jul, 2008

[gulli.com] Eine aktuelle Untersuchung der University of Washington, sowie von British Telecommunications, ist zu dem Ergebnis gelangt, dass der Einsatz einer verschlüsselten Partition zu gravierenden Sicherheitslücken führen kann, da zahlreiche verschlüsselte Dateien Rückstände auf dem unverschlüsselten Teil der Festplatte verursachen.

Betroffen davon seien in erster Linie beliebte Anwendungen, wie etwa die Dokumentenverschlüsselung von Word oder Google Desktop. Beide speicherten Teile von verschlüsselten Dateien auf dem nicht verschlüsselten Teil einer Festplatte, wo diese dann frei zugänglich wären.

"Die Information hüpft quasi vom verschlüsselten Bereich in den unverschlüsselten Bereich", beschreibt Tadayoshi Kohno das Problem. Dieser ist Co-Autor der Untersuchung und als Assistenzprofessor an der University of Washington tätig. Seiner Meinung nach dürften von diesem Problem zahlreiche weitere Anwendungen und sogar Betriebssysteme betroffen sein, die auf eine ähnliche Art verschlüsseln. "Ich nehme an, dass es sich hier um ein verhältnismäßig großes Problem handelt. Wir haben wahrscheinlich gerade erst an der Oberfläche gekratzt."

Laut dem Wissenschaftler müssen sich Personen, welche eine vollverschlüsselte Festplatte verwenden, keinerlei Sorgen machen. Die Problematik beginnt, sobald eine Festplatte in zwei Partitionen unterteilt wird, von der eine verschlüsselt und die andere unverschlüsselt ist. Auch ein Verschieben von Daten auf einen verschlüsselten USB-Stick sei als heikel zu betrachten. Getestet wurde die Problematik in erster Linie mithilfe von Google Desktop, wo es den Wissenschaftlern gelang, Elemente des Inhalts einer verschlüsselten Datei zu lesen, als die erweiterte Suche des Programms verwendet wurde. Das Problem sei jedoch nicht an Google oder Word gebunden, vielmehr sei es "ein Problem, auf welche Art und Weise diese Anwendungen mit dem verschlüsselten Bereich einer Partition interagieren.%2


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