Neokoloniale Wohlfahrtsrallye

Die antirassistische Karawane zum Weltsozialforum in Dakar trifft auf die Autorallye „Budapest-Bamako“. Ein Video dokumentiert den Alltagsrassismus der Fahrer

Nachdem die Rallye Paris-Dakar wegen Kritik und Anschlagsdrohungen nicht mehr den Norden Afrikas durchquert, hat jetzt ein Discounter-Projekt den freigewordenen Platz eingenommen. Die jährliche Rallye Budapest-Bamako wirbt mit niedrigen Startgebühren und rechnet vor, dass der Trip für rund 1.825 Euro zu haben ist. Falls das Fahrzeug im Zielland Mali verkauft wird, könnten sogar diese Kosten gespart werden. Die Organisatoren werben für die Veranstaltung als „Wohlfahrtsrallye“, da zuvor schon Fahrzeuge an Schulen verschenkt oder Brunnen gebaut wurden. Dieses Jahr waren laut dem Veranstalter 150 Teams am Start.

Während die Möchtegern-Rennfahrer aus 35 Ländern durch den revolutionsgeschüttelten Maghreb peitschen, ist eine andere große Reisegruppe ebenfalls nach Dakar unterwegs und hat sich hierfür ambitionierte politische Ziele gesetzt. (weiter auf heise.de)