G8 - Mafia, Illegale und Piraten: Erfolg des italienischen Modells

9 Jun, 2009

[ilvelino.it] Rom, 29. Mai (Velino) - Der erste und wichtigste der beiden Tage zum Thema Sicherheit beim G8 in Rom, bei dem sich die Justiz- und Innenminister von 16 nicht nur der EU zugehörigen Ländern auseinander gesetzt haben, ist nicht nur vom Justizminister Angelino Alfano und vom Verantwortlichen für das Innenmisterium Roberto Maroni, die Gastgeber im Kongresszentrum "Alcide De' Gasperi" waren, als ein Erfolg bezeichnet worden. Auch Beobachter, Delegationen und Techniker der teilnehmenden Länder befanden, dass das italienische Modell bei den Strategien der Bekämpfung besonders der organisierten Kriminalität zum Vorbild zu nehmen ist. Im Laufe der Sitzungen wurden wichtige Kooperationsvereinbarungen getroffen und die Fundamente für den Ausbau der Kooperation gegen die transnationalen Formen der Kriminalität, von Mafia bis cyber crime, über Piraterie, Geldwäsche und Terrorismus gelegt. Sehen wir uns die wichtigsten besprochenen Punkte an:  (weiter)

Großbritannien: Nimmt Polizei gezielt Jugendliche fest, um DNA-Proben zu nehmen?

5 Jun, 2009

In Camden im Norden Londons sucht die Polizei angeblich gezielt Vorwände, um Minderjährige festzunehmen, nur damit ihnen DNA-Proben entnommen und in Datenbanken gespeichert werden können. Dies berichtet The Register.

[datenschutz.de] Während die Londoner Polizeibehörde die Vorwürfe bestreitet, sagte ein Polizist, der anonym bleiben wollte, es handele sich um "eine langfristige Präventionsstrategie. Oft wird uns gesagt, dass wir nur eine Chance haben, eine DNA-Probe zu erhalten und dass, wenn wir sie verpassen, in Zukunft möglicherweise eine Vergewaltigung oder ein Mord nicht aufgeklärt werden kann".  (weiter)

Auch die US-Army will aus der Ferne Absichten erkennen

3 Jun, 2009

Florian Rötzer

Wie das US-Heimatschutzministerium will man auch im Pentagon aus der Ferne durch physiologische Daten "verdächtige oder gefährliche Absichten" von Menschen automatisch erfassen

[heise.de] Nur Waffen oder Sprengstoff unter der Bekleidung, in Fahrzeugen oder im Gepäck durch Scanner entdecken zu können, ist in den USA seit dem 11.9. nicht mehr ausreichend. Aus dem Anschubprogramm für Sicherheitstechniken, das die Bush-Regierung 2002 mit der National Strategy for Homeland Security vorlegte, stach bereits die Hoffnung heraus, endlich eine Technik zu finden, wie sich "feindliche Absichten" von Menschen gewissermaßen im Vorübergehen erkennen lassen könnten (Systeme zum Erkennen der bösen Absichten von Terroristen). Die Gedanken sollen also nicht mehr frei sein, sondern den Sicherheitskräften offenstehen, um die Bösen präventiv unschädlich zu machen.  (weiter)

Brain scanning may be used in security checks

21 Mai, 2009

Distinctive brain patterns could become the latest subject of biometric scanning after EU researchers successfully tested technology to verify ­identities for security checks.

[guardian.co.uk] The experiments, which also examined the potential of heart rhythms to authenticate individuals, were conducted under an EU-funded inquiry into biometric systems that could be deployed at airports, borders and in sensitive locations to screen out terrorist suspects.

Another series of tests fitted a "sensing seat" to a truck to record each driver's characteristic seated posture in an attempt to spot whether commercial vehicles had been hijacked.  (weiter)

Bundesrat segnet Gentest-Regeln und Ausweitung der Volkszählung [sowie Europol-Novelle] ab

17 Mai, 2009

[heise.de] Der Bundesrat hat sich in seiner Plenarsitzung am heutigen Freitag mit einer Reihe datenschutzrechtlicher Fragen beschäftigt. So hat die Länderkammer etwa den umstrittenen Gesetzesentwurf zur Durchführung der für 2011 geplanten Volkszählung verabschiedet, nachdem der Bundestag im April eine deutliche Ausweitung des Zensus beschlossen hatte. Ebenfalls passieren ließen die Länder das Gendiagnostikgesetz, wonach Arbeitgeber nur noch in Ausnahmen Gentests verlangen dürfen. Auch hat der Bundesrat das von der Bundesregierung größtenteils im Alleingang vorangetriebene Abkommen zur Weitergabe sensibler personenbezogener Informationen über Deutsche an die USA kritisiert. (weiter)

Elektronischer Polizeistaat: Deutschland unter Top10

13 Mai, 2009

von Christian Kahle  

Deutschland gehört zu den zehn Staaten, die ihre Bürger an Sachen Nutzung von Informationstechnologien am stärksten überwachen und reglementieren. Das ermittelte das US-Unternehmen Cryptohippie.

[winfuture.de] Die Autoren der Studie (PDF) haben verschiedene Kriterien jeweils mit 1 (positiv) bis 5 (negativ) Punkten bewertet. Zu diesen gehören beispielsweise die Überwachung von Finanztransaktionen, die Vorratsdatenspeicherung, die Rechte von Polizei und Justiz bei der Durchsuchung von Rechnern und das Verbot von starken Verschlüsselungstechniken.

Wie zu erwarten belegen China und Nordkorea die obersten beiden Plätze. Es folgen Weißrussland und Russland. Die folgenden Ränge der Top10 sind allerdings - bis auf die Ausnahme Singapur - für Industriestaaten reserviert: Großbritannien, die USA, Frankreich, Israel und Deutschland.  (weiter)

Studie zu Wachstumstrends und Marktchancen für deutsche Unternehmen bei Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen veröffentlicht

11 Mai, 2009

[pressebox.de] Welches sind die wichtigsten Segmente des Marktes für zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen in Deutschland? Welche Bereiche versprechen die besten Wachstumschancen? Wo liegen die Auslandsmärkte der Zukunft? Was könnte staatlicherseits getan werden, um die deutsche Sicherheitswirtschaft zu unterstützen, ihre Marktchancen besser zu nutzen?

Antworten auf diese Fragen gibt die Studie "Marktpotenzial für Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen in Deutschland und Europa", die von der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH und der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie erstellt wurde und seit heute für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Schon heute stellt die Sicherheitstechnik einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar.  (weiter)

Presentation of 45 Security projects

7 Mai, 2009

[ec.europa.eu] Under the Seventh Framework Programme for Research (FP7) 2007-2013, the European Commission has made EUR 1.4 billion specifically available for Security Research. Following a first call for proposals in 2007 - FP7-SEC-2007-1 and a coordinated call with the ICT theme - FP7-ICT-SEC-2007-1, a total of 45 projects are on-going. The following brochure presents an overview of these 45 projects. Individual files are available for each project.  (weiter)

Reclaim your DNA from the UK database

7 Mai, 2009

[edri.org] A coallition of Human rights groups in UK has launched "Reclaim your DNA" website that helps innocent people contact the police to seek destruction of their DNA and database records. Five months after the European Court of Human Rights decision in the case Marper vs UK, no bill has been introduced in the Parliament to deal with this situation. However, in a recent statement, the UK home secretary Jacqui Smith said that the plans for destruction of the DNA profiles of the innocent people stored by the Police would be published soon.

The website "Reclaim your DNA" was launched on 27 April 2009 by several human rights groups in UK: GeneWatch UK, NO2ID, Black Mental Health UK, ARCH and EDRi-member Open Rights Group.  (weiter)

Strafbarkeitslücken gesucht

5 Mai, 2009

Hintergrund. Sicherheitsbehörden drängen auf Gesetzesverschärfungen, um möglicherweise die linke Opposition zu überwachen. Bundesregierung und große Koalition mißachten mit dem geplanten »Terrorcamp-Gesetz« elementare rechtsstaatliche Grundsätze

Von Ulla Jelpke

[jungewelt.de] In den letzten sieben Jahren ist mit über 50 »Sicherheits«-Gesetzen in die Grund- und Bürgerrechte sowie die Privatsphäre der Menschen eingegriffen worden, angefangen von der immer weiter um sich greifenden Speicherung persönlicher Daten (Konto-, Reise-, Telekommunikationsdaten) über die Erfassung biometrischer Merkmale, die Schaffung neuer Datenbanken auf Bundes- und EU-Ebene bis zur verstärkten Zusammenarbeit von Polizei und Geheimdiensten.  (weiter)

DSR mahnt zu Vorsicht bei Polizeidatentausch

17 Apr, 2009

"Prüm-like" Abkommen mit den USA diskutiert

[futurezone.at] Der Datenschutzrat (DSR) hat in seiner Sitzung am Donnerstag unter anderem über das Thema der Übermittlung österreichischer Polizeidaten in die Vereinigten Staaten debattiert. Das teilte der Vorsitzende des DSR, Harald Wögerbauer (ÖVP), in einer Aussendung mit. (weiter)

Hände weg von den Fingerabdrücken!

14 Apr, 2009

Joachim Jakobs 

Fingerabdrücke sind bei Politikern 'in' - aber es handelt sich um ein biometrisches Auslaufmodell Wolfgang Schäuble will mit ihnen Waffen sichern, ab Jahresende erhalten die Bundesbürger einen neuen Personalausweis, indem sie auch ihre digitalisierten Fingerspuren hinterlassen können. Und die Ärzte sollen womöglich künftig elektronische Rezepte mit dem Abdruck ihres Fingers signieren.

[heise.de] Damit scheint die Politik einer Forderung von Felix Freiling nachzukommen: Der Inhaber des Lehrstuhls für Praktische Informatik I der Universität Mannheim hat bereits vor einem Jahr gemahnt, mehr Aufwand in die Identifikation von Berechtigten zu stecken. Ausdrücklich nennt Freiling auch die Biometrie. Und zu der zählen eben auch die Fingerabdrücke. Insofern hätten Schmidt und Schäuble ja auch mal was richtig gemacht, worauf wir an dieser Stelle ausdrücklich gern hinweisen würden.  (weiter)

Kriminaltechnische DNA-Analysen sorgen für Aufruhr

10 Apr, 2009

[heise.de] Während hierzulande ein fast schon unglaublicher Skandal um verunreinigte Spurensicherungsbestecke für DNA-Tests aufgeklärt wird, erwarten die Verfasser einer jüngst veröffentlichten US-amerikanische Studie zum Einsatz von DNA-Tests bei Eigentumsdelikten künftig eine "Revolution der Strafverfolgung". Grund für die euphorische Haltung sind Ergebnisse einer vom National Institute of Justice finanzierten Feldstudie, in deren Rahmen über zweitausend Fälle von Wohnungseinbrüchen in den USA analysiert wurden. Ziel der Studie: Herauszufinden, ob der Einsatz von DNA-Technik bei der kriminaltechnischen Spurensicherung und -auswertung nach Einbruchdiebstählen (Firmen, Häuser, Wohnungen, Autos) die Aufklärungsrate gegenüber herkömmlichen Methoden steigert. Laut Statistik gab es in den USA im Jahr 2006 fast 2,2 Millionen Einbruchdiebstähle, von denen die Polizei nur 12 Prozent aufklären konnte. (weiter)

Überwachung: Europa überholt die USA

17 Mär, 2009

Bei ihrem Antrittsbesuch am Wochenende in Europa hatte die neue US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano mit den Überwachungsforderungen der Innenminister europäischer Staaten zu tun. Erstmals seit Ende 2001 sind die Positionen aus Europa radikaler als jene der USA.

[futurezone.orf.at] Napolitano hatte dieselbe Botschaft mit, die Präsident Barack Obama und Außenministerin Hillary Clinton in anderen Missionen kurz davor an anderen Orten der Welt geäußert hatten.

Wichtig sei die "enge Zusammenarbeit mit den Verbündeten", und überdies sei man besonders gewillt, den Alliierten zuzuhören, sagte Napolitano einer ausgesuchten Runde von Innenministern in Europa am Samstag.  (weiter)

Land investiert in modernste Polizeitechnik

2 Mär, 2009

[cop2cop.de] Innenminister Uwe Schünemann will Niedersachsen zu einem der sichersten Bundesländer machen und dafür die Polizei in den nächsten Jahren mit modernster Technik ausstatten. Schünemann stellte am Montag in Hannover die Ergebnisse der von ihm vor einem Jahr eingesetzten Arbeitsgruppe “Polizei 2015 - Innovationsoffensive” vor. Die Projektgruppe hatte den Auftrag, die polizeilichen Kernaufgaben Kriminalitätsbekämpfung, Einsatzbewältigung und Verkehrsunfallbekämpfung auf die technischen Innovationsbedarfe hin zu untersuchen und einen Stufenplan vorzulegen, der bis zum Jahr 2015 die Ziele der technischen Ausstattung festlegt.  (weiter)

Rumänien: Proteste gegen biometrische Pässe

15 Feb, 2009

[unwatched.org] Einige hundert Rumänen haben am 1. Februar 2009 gegen die Einführung verpflichtender biometrischer Pässe ab 2009 protestiert.

Ende Januar wurden im Bezirk Ilfov die ersten Pässe mit biometrischen Identifizierungsmerkmalen (einschließlich Fingerabdrücken) ausgegeben. Die Entscheidung wurde von mehreren prominenten Mitgliedern der orthodoxen Kirche massiv angefochten; sie vertreten die Meinung, dass dies der erste Schritt zur Einführung biometrischer Kennungen in allen Personalausweisen sei, was einen direkten Eingriff in die Religionsfreiheit, die Meinungsfreiheit und das Recht auf Privatleben darstellt.  (weiter)

Polizeikongress: «Wir brauchen ein internationales Polizeirecht»

12 Feb, 2009

Die offenen EU-Grenzen sollen für das organisierte Verbrechen geschlossen werden, um Menschenschmugglern und Terroristen das Handwerk zu legen. Auf dem 12. Europäischen Polizeikongress sprach news.de mit Staatssekretär Peter Altmaier (CDU) über die Pläne.

news.de: Organisierte Kriminalität und internationaler Terrorismus machen längst nicht mehr vor Staatsgrenzen halt. Was will die Bundesregierung auf europäischer Ebene unternehmen, um die innere Sicherheit zu verbessern?

Altmaier: Das zentrale Thema ist aus unserer Sicht, dass wir in der Europäischen Union den Datenaustausch zwischen den Mitgliedsstaaten verbessern.  (weiter)

Europäischer Polizeikongress: You Parlez UMF?

12 Feb, 2009

[heise.de] Garniert von einigen Ausflügen in dunkle Terrorszenarien beschäftigte sich der 12. europäische Polizeikongress unter dem Motto "Prävention: Prinzipien, Strategien, Technologien" mit der gesamteuropäischen Zusammenarbeit und IT-Infrastruktur. Sie wurde von den auftretenden Politikern in den höchsten Tönen gelobt, von den Praktikern eher trist dargestellt.

Die nüchternste Beschreibung der europäischen Zusammenarbeit lieferte ausgerechnet Gilles der Kerchove, oberster Terrorismus-Koordinator bei der Europäischen Union. "Häufig läuft es doch so ab, dass wir von einem Attentat oder Anschlagsversuch in der Zeitung lesen und dann einen Kollegen in dem betreffenden Land anrufen und uns informieren." Der elektronische Nachrichtenaustausch, gar die gemeinsame Nutzung von Informationen liegt im Argen. Auf großes Interesse stieß darum bei den Praktikern ein Referat von Gunther Guzielski, IT-Chef des Bundeskriminalamtes. Abends, als die Politiker längst abgereist waren, erklärte er die Details der Technik, die unter dem Namen "Stockholmer Beschluss", "schwedische Initiative" oder SIENA bekannt wurde und nun offiziell UMF, Unversal Messaging Format, heißt.  (weiter)

Innenausschuss billigt VIS-Zugangsgesetz

11 Feb, 2009

[bundestag.del] Die deutschen Polizei- und Strafverfolgungsbehörden sowie Nachrichtendienste sollen künftig zur Verhütung, Aufdeckung und Ermittlung terroristischer und sonstiger schwerwiegender Straftaten im Einzelfall Zugang zum Visa-Informationssystem (VIS) der Europäischen Union erhalten. Einen entsprechenden Gesetzentwurf (16/11569) der Bundesregierung billigte der Innenausschuss am Mittwochvormittag mit den Stimmen der Koalitionsmehrheit von CDU/CSU und SPD.

Mit dem Gesetz, das im Bundestagsplenum zur abschließenden Beratung am Freitag auf der Tagesordnung steht, soll ein EU-Beschluss vom Juni 2008 in nationales Recht umgesetzt werden.  (weiter)

Neue Software-Lösung unterstützt Ermittlungsarbeit

11 Feb, 2009

SAP hilft Sicherheitsbehörden auf die Spur

[pressebox.de] SAP wird künftig Polizeibehörden, Nachrichtendienste und andere mit Sicherheitsaufgaben betraute Organisationen bei der Wahrnehmung ihrer Kernaufgaben unterstützen. Die neue Lösung SAP Investigative Case Management (SAP ICM) for Public Sector deckt dabei alle Phasen eines sicherheitsrelevanten Vorgangs ab - vom Beginn der Untersuchung über deren weitergehende Bearbeitung und Analyse bis hin zum Abschluss des Falls und dessen Nachbereitung. Durch den Ausbau des Lösungsportfolios ermöglicht SAP damit eine Verknüpfung zwischen den zentralen operativen Prozessen und den Software-Lösungen für die Verwaltungsarbeit der Sicherheitsbehörden. Die neue Lösung wurde auf dem 12. Europäischen Polizeikongress vorgestellt.  (weiter)

Finland fingerprints all Finns and foreigns

3 Feb, 2009

[theregister.co.uk] The Finnish government is pushing ahead with plans to collect all citizens' fingerprints for passports and to give police access to fingerprints for crime detection.

The bill is expected to go before the Finnish parliament this week and is likely to come into force in spring. Part of the justification is the EU requirement to add biometrics to passports - a requirement from this summer.

Anyone applying for a passport, temporary passport, seaman's pass or "alien or refugee travel document" will have their dabs taken and added to the national register. Police will able to access that database for crime detection.  (weiter)

Sicherheit: Fingeradern statt Fingerabdrücke

3 Feb, 2009

[theinquirer.de]  Dass die Sicherung von heiklem Datenmaterial via Fingerabdruck nicht gerade der technologische Gipfel ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Sony will dieses Problem lösen und eine Schicht tiefer gehen.

Was künftig eingelesen und verglichen werden soll, ist daher nicht mehr nur die Hautoberfläche, sondern auch das darunter zu erkennende Muster von Adern.

Das soll ein kamerabasiertes Kompaktsystem namens Mofiria leisten, das mit einem CMOS-Sensor die Lichtverteilung in den Fingeradern erkennt. Die Daten dieses Musters werden komprimiert und auf Laptops oder Handys gespeichert.  (weiter)

Fingerabdruckscanner ist unsicher

3 Feb, 2009

Reisepass: Hacker können Schwachstellen ausnutzen

[wiso.zdf.de] Mehr Sicherheit - das war das Argument für den elektronisch lesbaren Reisepass. Auf einem Chip sind zum Passfoto auch zwei Fingerabdrücke gespeichert. Doch die Übertragungstechnik ist nicht sicher, Hackern bieten sich Angriffsmöglichkeiten, und auch der Bundesdatenschutzbeauftragte ist besorgt.
 
Eine Situation, mit der jeder Bundesbürger konfrontiert ist: Beim Antrag für den neuen Reisepass müssen alle Deutschen ihren Fingerabdruck abgeben. Gunnar Porada hat diese Prozedur hinter sich und entdeckt: Die Daten sind nicht ausreichend geschützt. Der Computer-Sicherheitsexperte, der professionell Unternehmen auf Schwachstellen in ihren Netzwerken überprüft, könnte ohne großen Aufwand in den Behördenrechner eindringen, die Fingerabdrücke mitlesen und manipulieren.  (weiter)

Tarnkappe gegen Videoüberwachung

3 Feb, 2009

System entfacht neue Diskussion über Datenschutz und Privatsphäre - Gesichter werden automatisch unkenntlich gemacht

[derstandard.at] Die zunehmende Überwachungstätigkeit von staatlichen Behörden aber auch von Privaten stößt bei Datenschützern auf herbe Kritik. Ein Forscher der Hewlett-Packard Labs  hat nun eine mögliche Lösung vorgestellt, die Gesichter von Menschen auf den Aufnahmen automatisch unkenntlich macht. Ein entsprechendes System hat Jack Brassil vorgestellt. Was zuerst äußerst datenschutzfreundlich klingt, hat jedoch auch einen Haken. Denn damit Brassils System weiß, welches Gesicht verzerrt werden soll, müssen sich die betreffenden Personen zuvor registrieren lassen und schließlich ihre per GPS ermittelte Position laufend an das Kameranetzwerk melden.  (weiter)

Kameras planen

3 Feb, 2009

Das Bundeskriminalamt bittet Architekten um Mit­hilfe.

[dabonline.de] Das Bundeskriminalamt (BKA) hat ein Gesichtserkennungssystem eingeführt, mit dem Aufnahmen von Tätern – etwa an Geldautomaten – automatisch mit 2,7 Millionen im Amt gespeicherten Digitalporträts abgeglichen werden können. Das BKA klagt nun zu den Bildern von draußen: „Diese (Video-)Aufnahmen sind häufig aufgrund der ungenügenden Bildqualität für derartige Recherchen nicht oder nur bedingt geeignet. Auf diese Situation können jedoch Architekten Einfluss nehmen“ – vor allem durch richtige ­Kamerastandorte oder Leerrohre dafür und durch angemessenes Licht.  (weiter)

Big Brother: Europa will an Deine Daten

29 Jan, 2009

In der Europäischen Union arbeiten Politiker wie Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble stark daran, die gemeinsame Pläne zur inneren Sicherheit auszubauen - nicht unbedingt zum Vorteil der Bürgerrechte. Ein Überblick anlässlich des Europäischen Datenschutztags.

[tagesspiegel.de] Auf den Tag genau vor 28 Jahren unterzeichneten die Mitglieder des Europarats die europäische Datenschutzkonvention. Sie regelt den Schutz und den grenzübergreifenden Austausch personenbezogener Daten. Vor zwei Jahren führte der Rat den Europäischen Datenschutztag ein. Er soll das Bewusstsein der europäischen Bürger für den Datenschutz erhöhen. Das ist auch dringend nötig, denn gerade auf europäischer Ebene wird die innere Sicherheit immer weiter ausgebaut - zu Lasten der Bürgerrechte.  (weiter)

Upgraded Biometric Technology Facilitates Visitors' Entry to the United States

17 Jan, 2009

[dhs.gov] The U.S. Department of Homeland Security (DHS) announced today that upgraded biometric technology is in place at major U.S. ports of entry, and most international visitors should expect to use the new technology when they enter the United States. DHS's US-VISIT program began upgrading its biometric technology from a two- to a 10-fingerprint collection standard in 2007 to make the entry process faster and more accurate, enabling DHS officials to focus their attention on people who may pose a risk to the United States.

"Since 2004, biometrics have facilitated legitimate travel for millions of visitors entering the United States," said US-VISIT Director Robert Mocny. "The 10 fingerprint upgrade makes this proven system even more efficient and enhances the security of our nation."  (weiter)

Verlängertes Gewaltmonopol? Der kommerzielle Teil der "neuen Sicherheitsarchitektur"

16 Jan, 2009

von Volker Eick  

Aus U- und Fernbahnhöfen scheinen sie nicht mehr wegzudenken, in Innenstädten und Wohnquartieren gewinnen sie an Bedeutung, in Ordnungspartnerschaften mit der Polizei sind sie eingebunden, die Skandale bei Lidl und der Deutschen Telekom AG verdeutlichen ihre Rolle auch innerhalb von Unternehmen: die privaten Wach- und Sicherheitsdienste.

Mit rund 3.340 Unternehmen, 177.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und einem Umsatz von 4,35 Milliarden Euro stellt das kommerzielle Sicherheitsgewerbe einen relevanten Wirtschaftsfaktor in Deutschland dar. Der Sicherheitsmarkt ist oligopolistisch organisiert: Die zehn größten Unternehmen halten einen Umsatzanteil von rund 50 Prozent; anders formuliert: Zwölf Prozent der bundesweit 3.300 gemeldeten Unternehmen teilen 81 Prozent des Umsatzes unter sich auf und beschäftigen zwei Drittel aller (registrierten) MitarbeiterInnen.  (weiter)

CCC rät zum "Selbstschutz" vor biometrischer Vollerfassung

30 Dez, 2008

[heise.de] Vertreter des Chaos Computer Clubs (CCC) haben mehrere Wege vorgestellt, wie die gesetzliche Verpflichtung zur Abgabe von Fingerabdrücken für den elektronischen Reisepass zu umgehen ist. "Fingerabdruckattrappen funktionieren wunderbar", verwies der Hacker "starbug" am gestrigen Montagabend auf Schwächen bei der Erfassung der biometrischen Merkmale auf den Meldeämtern. Die zwei bei den Behörden eingesetzten Scannertypen würden zwar inzwischen sehr genaue Bilder liefern, führte der Sicherheitsexperte auf dem 25. Chaos Communication Congress (25C3) in Berlin aus. Man könne sich aber problemlos etwa die vom CCC veröffentlichten Fingerabdrücke von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Folienform auf die eigenen Kuppen kleben und diese so in den Pass schleusen. (weiter)

DHS wants green card holders' fingerprints

19 Dez, 2008

[cnet.com] Millions of green card holders will be fingerprinted and photographed every time they enter the United States as part of an expansion of a controversial biometric program, the U.S. Department of Homeland Security announced on Thursday.

The expansion of the US-VISIT program to permanent residents--also known as green card holders--takes effect on January 18, 2009. At the moment, the program's biometric requirements apply to foreign citizens with a non-immigrant visa or those traveling as part of the so-called Visa Waiver program.  (weiter)

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