
[heise.de] Garniert von einigen Ausflügen in dunkle Terrorszenarien beschäftigte
sich der 12. europäische Polizeikongress unter dem Motto "Prävention:
Prinzipien, Strategien, Technologien" mit der gesamteuropäischen
Zusammenarbeit und IT-Infrastruktur. Sie wurde von den auftretenden
Politikern in den höchsten Tönen gelobt, von den Praktikern eher trist
dargestellt.
Die nüchternste Beschreibung der europäischen Zusammenarbeit
lieferte ausgerechnet Gilles der Kerchove, oberster
Terrorismus-Koordinator bei der Europäischen Union. "Häufig läuft es
doch so ab, dass wir von einem Attentat oder Anschlagsversuch in der
Zeitung lesen und dann einen Kollegen in dem betreffenden Land anrufen
und uns informieren." Der elektronische Nachrichtenaustausch, gar die
gemeinsame Nutzung von Informationen liegt im Argen. Auf großes
Interesse stieß darum bei den Praktikern ein Referat von Gunther
Guzielski, IT-Chef des Bundeskriminalamtes. Abends, als die Politiker
längst abgereist waren, erklärte er die Details der Technik, die unter
dem Namen "Stockholmer Beschluss", "schwedische Initiative" oder SIENA
bekannt wurde und nun offiziell UMF, Unversal Messaging Format, heißt.
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