Drohnen ersetzen die Kanonen: Die Industrie reagiert auf Klagen der Militärs
geschrieben von europolice | 20 Jun, 2008
Der
Soldat der Zukunft begibt sich nicht mehr selbst in tödliche Gefahr. Er
schickt Roboter an die Front. Die Pariser Waffenmesse, die größte der
Welt, präsentiert die neuen Trends moderner Kriegsführung.
[hnp-online] Wer hier keine Uniform trägt, wählt mit Vorliebe einen unauffälligen grauen Anzug. Selbst wenig fantasiebegabte Besucher der im Norden von Paris alle zwei Jahre stattfindenden internationalen Ausstellung von Waffen und Militärtechnik für Landstreitkräfte (Eurosatory) fragen sich beinahe zwangsläufig, wie vielen geradewegs einem Roman von John Le Carré entsprungenen Geheimdienstagenten sie innerhalb von nur fünf Minuten über den Weg gelaufen sind. Bei etwas mehr Fantasie hingegen vermittelt so mancher Stand der weltweit größten Waffenmesse den Eindruck, in die Kulissen der Dreharbeiten für die nächste Folge von "Star Wars" geraten zu sein. Eurosatory ist ein Schaufenster der Spitzentechnologie - und ein Guckloch, welches einen Blick auf die kriegerischen Auseinandersetzungen der Zukunft gestattet. 1200 Aussteller aus 50 Ländern - ein neuer Rekord - stellen in Paris noch bis heute die Waffensysteme von morgen vor. Die deutsche Rüstungsindustrie ist mit 88 Unternehmen nach Frankreich ( 350) und den USA (126) am drittstärksten vertreten. Wer den Frieden will, bereite den Krieg vor, wussten schon die alten Römer. Und dass die Zahl der "aktiven" Friedensbewahrer seit einigen Jahren wieder auf dem Vormarsch sein muss, zeigt der steigende Umsatz der Kanonenhändler: 2006 betrug er weltweit 67 Milliarden Euro. Allerdings belegt Eurosatory, dass nicht Kanonen, sondern Drohnen im Trend liegen. Den kleinen vollautomatischen Fluggeräten, die noch gestern als Spielerei belächelt wurden, gehört längst die ganze Aufmerksamkeit der Verteidigungsexperten. Ob mit Kameras oder Waffen bestückt, ob zur Aufklärung ausgelegt oder zur Unterstützung von Bodentruppen, die fliegenden Roboter werden geschickter und kleiner. Selbst die Drohne von der Größe einer etwas übergewichtigen Libelle, die durch den Spalt zwischen den Vorhängen eines Badezimmers spähen kann, gibt es schon. Roboter beherrschen heutzutage nicht nur die Entnahme von Bodenproben auf dem Mars, sondern verrichten immer häufiger und perfekter Aufgaben. Sie entschärfen etwa Minen. Dies waren vor kurzem noch, von Menschenhand verrichtet, reine Himmelfahrtskommandos. Aber so paradox es auch klingt, gerade die Waffenschau Eurosatory unterstreicht, dass dem Schutz der Soldaten ein zunehmend hoher Stellenwert eingeräumt wird. Die Rüstungsindustrie hat rasch auf die Klagen der Militärs im Irak oder in Afghanistan reagiert. Gepanzerte Truppentransporter der nächsten Generation wie der "Boxer" von Rheinmetall oder der "Aravis" der Firma Nexter widerstehen selbst schweren Minen, Brandsätzen und jedem Beschuss unterhalb mittelschwerer Kanonen.
Source: http://www.hz-online.de/index.php?mode=full&cat=&open=&open_u=&&minDate=&begin=0&id=413306
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Ich finde es interessant, daß man hier kommentieren kann aber keine Kommentare sieht.
geschrieben von Eierbär 26 Jul 2008, 23:25Ausserdem ist interessant, daß man hier seinen Namen angeben muß, die E-mail Adresse aber nicht.
Einen Code muß ich ausserdem
eingeben.
Ich frage mich, wieviel Leute an sowas Interesse haben und die, die es haben,
tatsächlich hier reinschreiben.
Denn die, die sowas lesen, wissen genau was los ist.
Was solls, hier habt ihr einen mehr.